Die „Profis“ unter den Hobbygärtnern haben ihre Tomaten bereits im Februar ausgesät und freuen sich inzwischen schon über die kleinen Pflanzen. Und spätestens seit den ersten warmen Tagen im März hat die Gartensaison für Jedermann begonnen: Blumenkästen und Kübel werden mit Blumenerde gefüllt und los geht´s.

Hinter der harmlosen Bezeichnung „Erde“ verbirgt sich jedoch meistens ein Produkt, das überwiegend aus Torf besteht - der Stoff aus dem die Moore sind. Moore sind eines der faszinierendsten Öko-Systeme der Welt. Sie beherbergen hoch spezialisierte teilweise vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenwelten und sind gewaltige Kohlenstoffspeicher. Durch den Abbau von Torf werden Moorlandschaften in großem Stil zerstört und große Mengen Treibhausgase freigesetzt, die den Klimawandel beschleunigen.

Um diese Entwicklung aufzuhalten, kann jeder Hobbygärtner etwas tun: ganz einfach auf torfhaltige Erden verzichten – denn Torf gehört ins Moor und nicht ins Gartenbeet. Und es geht ganz einfach. Es gibt immer mehr Hersteller und immer mehr Einkaufsstätten, die verschiedenste torffreie Produkte anbieten: torffreie Aussaaterde, torffreie Blumenerde, torffreie Pflanzerde, usw.

Wichtig ist, beim Einkaufen tatsächlich auf die Bezeichnung „torffreie“ zu achten. Häufig werden nämlich auch „torfarme“ oder „torfreduzierte“ Erden angeboten. Diese enthalten jedoch anstatt der üblichen 90% immer noch etwa 70 % Torfanteil.

Die torffreien Produkte basieren auf Kompost, Humus und Holzfasern sowie weiteren Zusätzen. Sie verfügen über dieselben positiven Eigenschaften wie torfhaltige Erden.

Weitere Informationen und Beratung zu diesem Themen erhalten Sie  bei der Verbraucherberatung m DHB - Netzwerk Haushalt, Landesverband Hessen e. V. .