In letzter Zeit versuchen einige Bausparkassen sogenannte „Servicegebühren“ für bestehende Verträge zu erheben. Ihre Kunden setzen sie dabei durch ein gesondertes Schreiben oder auch nur durch Erwähnung im Jahreskontoauszug davon in Kenntnis. Hierbei handelt es sich um eine einseitige Änderung der Vertragsbedingungen, denen der Kunde nicht zustimmen muss. „Widersprechen Sie rechtzeitig innerhalb von vier Wochen, möglichst per Einschreiben/Rückschein,“ rät Bettina Semsch von der Verbraucherberatung Bad Hersfeld,“ damit der Vertrag unter den bisher geltenden Bedingungen fortgeführt wird. „Denn falls Sie nicht reagieren, erteilen Sie Ihre Zustimmung und die Gebühren werden berechnet.“
Weiterhin reißt die Kündigungswelle der Bausparkassen nicht ab. Gerade im Hinblick auf die ausstehenden Entscheidungen des Bundesgerichtshofes Ende Februar, versuchen noch verschiedene Bausparkassen, ihre gut verzinsten Verträge loszuwerden. Widersprechen Sie daher auf jeden Fall der Kündigung, sofern die Bausparsumme noch nicht erreicht ist, um Ihre Rechte zu wahren.