Speisekartoffeln aus dem konventionellen Abbau dürfen nach der Ernte mit sogenannten Keimhemmern behandelt werden. Der Gesetzesgeber verlangt einen Hinweis auf dem Etikett "nach der Ernte behandelt". Bei loser Ware muss der Satz auf einem Schild sichtbar angebracht sein. Für den Verbraucher bleibt dabei unklar, welche Wirkstoffe bei der Behandlung zum Einsatz gekommen sind und ob diese gesundheitlich unbedenklich sind. Das am häufigsten verwendete Mittel ist Chlorpropham.

Wer auf behandelte Kartoffeln verzichten will, sollte also auf das Etikett achten oder Bioware bevorzugen. Diese darf lediglich mit einem Extrakt aus Pfefferminzöl behandelt werden. Frühkartoffeln bietet der Handel aufgrund ihrer kurzen Lagerzeit meist naturbelassen an.

Um das Auskeimen von Lagerkartoffeln im Vorratskeller zu vermeiden, sollten die Knollen in einem kühlen, aber frostfreien und dunklen Keller bei vier bis fünf Grad Celsius gelagert werden, zusätzlich abgedeckt mit Papier oder einem Jutesack, um sie vor Licht zu schützen. Kartoffeln sollten nicht zusammen mit Äpfeln aufbewahrt werden, die in sehr kleinen Mengen das Gas Ethylen abgeben, das Kartoffeln zum Keimen anregt.