Zusammen mit den Verbraucherschutzorganisationen präsentierte sie das Konzept „Verbraucherberatung in Hessen: flexibel, modern und zuverlässig“. Es sieht, unter anderem, zusätzliche Beratungsstützpunkte in Alsfeld, Frankenberg, Gelnhausen, Herborn, Stadtallendorf und Wetzlar-Niedergirmes vor. „Neben der Ausweitung des Netzwerkes werden auch die Beratungsinhalte wesentlich moderner gestaltet. Gerade die jüngere Generation sucht nach Lösungen für die Probleme und Fallstricke der digitalen Welt. Hier bieten wir verschiedene Beratungsmodule an und ermöglichen außerdem eine qualitativ hochwertige Verbraucherberatung über Email“, führte Priska Hinz aus.

Fördermittel des Landes steigen um etwa ein Drittel auf rund 2,2 Millionen Euro

Die Verbraucherzentrale Hessen e.V. erhält mit Beginn 2015 jährlich 500.000 Euro mehr finanzielle Unterstützung durch das Land Hessen. Neben der Ausweitung der Beratungsstellen wird dieses Geld dafür genutzt eine eigene Rechtsabteilung zu gründen. „Damit kann die Verbraucherzentrale, ihre wichtige kollektive Verbraucherschutzfunktion wirksam ausüben, in dem sie Rechtsverstöße durch Abmahnungen oder auch Klagen verfolgt. Die juristische Fachabteilung stellt außerdem sicher, dass die Beratung sich schnell an neue gesetzliche Rahmenbedingungen anpassen kann“, sagte die Ministerin. Der kleinere Verband DHB – Netzwerk Haushalt, erhält jährlich ein Plus von 37.000 Euro. Auch dieses Geld wird in die Ausweitung der Beratung, insbesondere in ländlichen Gebieten, investiert.

Somit entfaltet das neue Verbraucherschutzkonzept der Landesregierung eine doppelte Wirkung. „Es stärkt die Bürgerinnen und Bürger, weil es die Wege zu den Beratungsangeboten verkürzt und bestehende Barrieren überwindet. Es bietet den Verbraucher-Organisationen Planungssicherheit und eröffnet neue Handlungsspielräume. Die schwarz-grüne Landesregierung steht für eine Ausweitung der Beratung und einen modernen Verbraucherschutz.“

 Verbraucherschützer begrüßen das Konzept der Landesregierung

 Die hessischen Verbraucherverbände begrüßten das Konzept. Jutta Gelbrich, Vorstand der Verbraucherzentrale, sagte:  „In den vergangenen Jahren konnte die Verbraucherzentrale Hessen sich nicht in dem Maße für die hessischen Verbraucher einsetzen, wie wir uns das gewünscht haben. Wir sind deshalb sehr erfreut, nun entsprechend mehr Mittel zu erhalten. Zukünftig können wir damit unter anderem unsere kollektiven Klagerechte besser nutzen. Das Verbraucherkonzept von Frau Ministerin Hinz schafft außerdem die Basis, gemeinsam an der Verbesserung der Verbraucherarbeit in Hessen zu arbeiten.“

Die Landesvorsitzende des DHB, Anne Mitschulat, bewertete den Ausbau des Beratungsangebotes als richtigen Weg. „Der Schritt in eine Beratungsstelle wird nach unseren Erfahrungen eher vollzogen, wenn sie gut und ortsnah erreichbar ist, sowie erkennbar ist, dass es sich um eine neutrale und unabhängige Beratung handelt.“ Sie verspricht sich von der Neuausrichtung einen deutlichen Anstieg der Zahl der Verbraucherberatungen. Dies sei wichtig, weil die Angebote auf den Märkten zunehmend undurchschaubarer würden. Viele Verbraucher seien angewiesen auf verlässliche Hilfestellung durch gute Beratung. Sie können dadurch eine bessere Hilfe in ihren Entscheidungen und zur Durchsetzung ihrer Verbraucherrechte erlangen. „Deswegen ist dies heute ein guter Tag für die Verbraucherinnen und Verbraucher in Hessen“, sagte sie.

Hintergrund: Verbraucherberatung in Hessen

 Die 1959 gegründete Verbraucherzentrale Hessen mit Sitz in Frankfurt am Main unterhält derzeit acht Beratungsstellen: Darmstadt, Frankfurt, Fulda, Gießen, Kassel, Rüsselsheim und Wiesbaden. Hinzu kommt der Beratungsstützpunkt Erbach/Odenwald. Das Angebot wird ab diesem Jahr um eine Beratung per E-Mail ergänzt.

 Der 1949 gegründete DHB – Netzwerk Haushalt, Landesverband Hessen, mit Sitz in Korbach unterhält landesweit sieben Beratungsstellen: Bad Hersfeld, Dieburg, Dillenburg, Limburg, Korbach, Marburg und Wetzlar sowie der Beratungsstützpunkt Bad Camberg. Das Angebot wird ab 2015 ergänzt durch neue Beratungsstützpunkte in Alsfeld, Frankenberg, Gelnhausen, Herborn, Stadtallendorf und Wetzlar-Niedergirmes.

 Das Verbraucherschutzkonzept finden Sie unter:

https://umweltministerium.hessen.de/verbraucher/verbraucherpolitik-hessen