Erdbeersaison beginnt nur schleppend

Für viele sind die verführerischen Früchte der Inbegriff des Sommers. Doch der ließ noch auf sich warten als Hessens Landwirtschafts- und Verbraucherministerin Lucia Puttrich am 13. Mai zur Saisoneröffnung auf einen Erdbeerhof in Groß-Umstadt reiste. Das Thermometer zeigte nur 10 Grad, es nieselte und die meisten Erdbeerpflanzen hatten noch grüne Früchte. Reife Erdbeeren wuchsen bisher nur unter Folientunneln.

Nach wie vor sind Erdbeeren bei den Verbrauchern sehr beliebt. Jeder Bundesbürger verzehrt etwa drei Kilo frische Erdbeeren im Jahr. Immer mehr Früchte werden direkt vom Feld oder über Hofläden verkauft. Wer Erdbeeren aus der Region kauft, ist klar im Vorteil, denn die punkten durch Frische und Geschmack. So werden lange Transportwege eingespart, was sich auf die Ökobilanz positiv auswirkt. Heimische Früchte sind meist auch in Bezug auf Pflanzenschutzmittel günstiger zu bewerten als Ware aus dem Ausland.

Erdbeersaison 2013

Auf Frische achten
Heimische Erdbeeren gibt es von Mai bis Juli zu kaufen. Frische Früchte erkennt man an knackig grünen Kelchblättern und einer glänzenden Oberfläche. Sie sollten einen aromatischen Duft aufweisen, nur dann sind sie in vollreifem Zustand geerntet worden. Von beschädigten Erdbeeren lässt man am besten die Finger, denn sie sind meist zu lange gelagert und setzen schnell Schimmel an. Erdbeeren schmecken am besten ganz frisch, denn ihr Aroma leidet bei der Lagerung. Ungewaschene Früchte können im Kühlschrank zwei bis drei Tage gelagert werden, beschädigte sollten allerdings vorher entfernt werden, da sie schnell Schimmel ansetzen.

Weltweit gibt es etwa 1000 verschiedene Erdbeersorten. Sie stammen alle von einer Kreuzung zweier amerikanischer Arten ab, die um das Jahr 1750 entstanden. Es wird zwischen alten und neuen Sorten unterschieden, die alten sind in der Regel kleiner und aromatischer als die neuen. Beliebte Sorten bei Hobbygärtnern sind Senga Sengana, Mieze Schindler oder Mieze Nova. Die Hauptsorten im Erwerbsanbau sind Honeoye, Darselect, Elsanta, Korona und Florence.

Gesund und gut für die Figur
Erdbeeren enthalten viel  Vitamin C, mehr als beispielsweise Apfelsinen. Vollreife Früchte sind noch vitaminreicher – ein weiteres Argument für den Kauf von regionalen Produkten, die ausgereift geerntet werden. Erdbeeren besitzen einen relativ hohen Gehalt an Folsäure und Kalzium. Besonders wertvoll sind auch die Pflanzenfarbstoffe, die Polyphenole, die ihnen ihre rote Farbe geben. Da Erdbeeren darüber hinaus auch nur wenig Kalorien enthalten, können sie ohne Bedenken genascht und geschlemmt werden – sie sind wahre Schlankmacher!

Die aromatischen Früchte schmecken nicht nur frisch hervorragend, sondern auch in Kombination mit Quark, Joghurt und Sahne in Desserts und Kuchen. Zu den Klassikern gehören mittlerweile Erdbeermarmelade, -konfitüre und -saft. Vergleichsweise neu dagegen sind herzhafte Kreationen mit Erdbeeren. Kurzum: bei der Verarbeitung sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt!

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