Erhalt der Artenvielfalt

Als Familienverband sorgt sich der DHB um die Lebensgrundlagen für nachfolgende Generationen und ruft alle Verantwortlichen auf, sich mit vereinten Kräften für die Artenvielfalt einzusetzen. Die geht nach wie vor dramatisch zurück. Nach Angaben des Bundesamtes für Naturschutz sind  von den einheimischen Tierarten in Deutschland 35 Prozent und von den Pflanzenarten 26 Prozent bestandsgefährdet. Um die Pflanzen und Tiere zu schützen, müssen auch ihre natürlichen Lebensräume geschützt und erhalten werden. Hierauf sollten politische Maßnahmen noch stärker abzielen als bisher.

Da der Rückgang der Artenvielfalt vielfältige Ursachen hat, ist aber auch jeder Einzelne gefordert.  Denn: Artenschutz beginnt im Alltag! So wirkt sie beispielsweise auch unser Konsumverhalten auf die Vielfalt in Flora und Fauna aus. Nach Ansicht von Experten wird der Klimawandel eines der größten Probleme für das Überleben vieler Arten sein. Darum sind alle Maßnahmen eines nachhaltigen Lebensstils auch gleichzeitig Maßnahmen für mehr Artenvielfalt. Wer sein Auto häufiger stehen lässt und Energie spart, leistet ebenso einen Beitrag zum Artenschutz wie der, der im Haushalt nachhaltig wirtschaftet. So kann man beim Waschen und Putzen Reinigungsmittel einsparen, auf Weichspüler verzichten, weniger Fleisch und mehr saisonale Produkte essen und weniger Lebensmittel in den Müll werfen. Schon mit solchen einfachen Maßnahmen verhalten wir uns klimafreundlich, und das hat letztendlich wiederum Auswirkungen auf die biologische Vielfalt. Wir vom DHB Landesverband setzen uns in unseren Weiterbildungsveranstaltungen für einen solchen nachhaltigen Lebensstil und damit indirekt auch für den Artenschutz ein.

Im Sinne von mehr Biodiversität wollen wir eine ressourcen- und umweltschonende Landwirtschaft mit abwechslungsreichen Fruchtfolgen statt einseitiger Monokultur wie sie beim Maisanbau zunehmend praktiziert wird. Auch Gartenliebhaber können mit einfachen Maßnahmen zusätzlichen Lebensraum für Tiere und Pflanzen schaffen, beispielsweise wenn sie heimische Gehölze anpflanzen, die Vögeln Nahrung und Unterschlupf bieten, Vogelnistkästen und Fledermauskästen anbringen, Insektenhotels für Wildbienen und andere Insekten anlegen und neben Zier- und Nutzpflanzen auch Nischen für Wildpflanzen schaffen. Maßnahmen für den Artenschutz sollten nicht nur auf den 3. März, den Tag der Artenvielfalt, begrenzt sein, sondern jeden Tag praktiziert werden.