Getränkekauf: Mehrweg-oder Einwegflasche?

Diese Frage sollte man sich eigentlich bei jedem Getränkekauf stellen, denn Mehrwegflaschen sind am umweltfreundlichsten. Wie der Name schon besagt, werden sie mehrmals verwendet: Glasflaschen bis zu 50-mal, PET-Kunststoffflaschen bis zu 25-mal. Dies spart im Vergleich zu Einwegflaschen eine Menge Verpackungsmüll, schont natürliche Ressourcen und trägt somit zum Klima- und Umweltschutz bei.

Einwegflaschen und auch Getränkedosen hingegen, werden nach ihrer Rückgabe zwar wieder recycelt. Für jedes Getränk muss dann aber wieder eine neue Verpackung produziert werden. Von allen Getränkeverpackungen belasten sie das Klima am meisten, verbrauchen mehr Energie und verursachen mehr Abfall. Das Pflichtpfand, das seit 2006 auch auf Einwegflaschen und Getränkedosen erhoben wird, täuscht allerdings eine ebenfalls umweltfreundliche Verpackung vor.

Trotz der Vorteile von Mehrwegflaschen, ist zu beobachten, dass der Mehrweganteil bei den Getränkeprodukten seit Jahren abnimmt. So liegt der Anteil an Mehrwegflaschen bei Mineralwasser unter 50%. Dies hat auch damit zu tun, dass marktführende Discounter Getränke ausschließlich in Einwegflaschen anbieten.

Dort wo der Verbraucher die Wahl hat, steht er jedoch oft vor dem Problem: wie erkenne ich auf die Schnelle, ob es sich um eine Mehrweg- oder Einwegflasche handelt?
Es gibt bisher keine gesetzlich vorgeschriebene Kennzeichnung für Mehrwegflaschen, die uns die Erkennung leichter macht. Mehrwegflaschen tragen nur teilweise das Logo „Mehrweg – Für die Umwelt“ oder „Der Blaue Engel“. Das Pfand für Mehrweg-Flaschen beträgt 15 Cent, bei Bier-Mehrwegflaschen 8 Cent.
Eine Möglichkeit, Einwegpfandflaschen zu erkennen ist das Logo der Deutschen Pfandsystem GmbH, auf dem eine Flasche und eine Getränkedose mit Pfeil abgebildet sind. Man erkennt sie in der Regel ebenfalls an der „zerknitterbaren“ Qualität des Plastiks. Für Einwegflaschen und Getränkedosen wird ein Pfandbetrag von 25 Cent erhoben. Pfandfrei bleiben dagegen alle Einwegverpackungen, in die Saft, Milch oder Wein abgefüllt werden.

Eine klare Kennzeichnungsregelung ist daher eine der Kernbotschaften, der Informationskampagne „Mehrweg ist Klimaschutz“, einer breiten Allianz aus Umwelt- und Wirtschaftsverbänden. Verbraucher sollen im Geschäft klar erkennen können, ob sie Einweg- oder Mehrwegprodukte vor sich haben, um eine Kaufentscheidung umweltbewusst treffen zu können.