Kurzzeitfasten

Nicht nur aus religiösen Gründen wird gefastet.

Auch für die Gesundheit lässt sich ein positiver Effekt erkennen, so Bianka Häußler, Diätassistentin der Verbraucherberatung Korbach.

Studien zeigten, dass beim intermittierenden Fasten der Zucker- und Fettstoffwechsel verbessert werden konnte. Der Insulinspiegel sank, ebenso der Tumormarker. Dies gelang sogar besser, als bei einer herkömmlichen Diät. Die Teilnehmer der Studie konnten besser zwischen Hunger und Sättigung unterscheiden, außerdem aßen sie bewusster und kleinere Mahlzeiten. Es werden auch Vermutungen aufgestellt, was eine höhere Lebenserwartung, bessere Führung eines Typ 2 Diabetes, die Behandlung von Bluthochdruck, sowie eine Reduktion von Demenz und Schlaganfällen angeht. Dies sollte nun in einer Langzeitstudie überprüft werden.

Wie ist das Kurzzeitfasten im Alltag umsetzbar?

Laut Bianka Häußler ist die Umsetzung recht einfach: Man ernährt sich bewusst, lässt aber zwischendurch regelmäßig eine Mahlzeit ausfallen. Oder man legt ganze Fastentage ein.

Diese Phasen sind deutlich kürzer als beim traditionellen Heilfasten. So gerät der Körper nicht in Gefahr, in den Hungerstoffwechsel zu verfallen und somit in einen Jo-Jo-Effekt zu geraten. Das liegt daran, das kein Muskelabbau stattfindet. Die Fastenphasen reichen aber aus, um den Insulinspiegel niedrig zu halten und damit den Fettstoffwechsel anzukurbeln.

Eine gute Möglichkeit zur Umsetzung ist die 5:2 Methode.

Dabei wird an 5 Tagen ausgewogen gegessen und an den 2 folgenden Tagen nur maximal 500 kcal für Frauen und ca. 600 kcal für Männer aufgenommen. Die zwei Fastentage sollten bewusst ausgewählt werden, da neben der Kalorienreduktion auch Raum für Entspannung und Bewegung sein sollte.

Möchte man die Variante wählen, eher 16, 18 oder 20 Stunden nichts zu essen, so kann man einzelne Mahlzeiten weglassen. Wer nicht gerne frühstückt, kann einfach mit dem Mittagessen beginnen, wer auf das Frühstück nicht verzichten kann, lässt das Abendessen weg und geht früh zu Bett.

Je individueller das Kurzzeitfasten gestaltet wird, desto besser lässt es sich umsetzen. Und bietet dann Raum für andere Aktivitäten.

Keine speziellen Lebensmittel oder Extraeinkäufe sind dafür notwendig, so Häußler.

Gute Tipps für eine ausgewogene und genussvolle Ernährung, sowie die Umsetzung dieser Ernährungstipps hält Frau Bianka Häußler, Diätassistentin und medizinische Ernährungsberaterin für Sie bereit.