Panikmache oder echtes Risiko?- Küchenhygiene im Fokus

Wie oft wechseln sie ihren Spüllappen? Eine Frage, die Bianka Häußler von der DHB-Verbraucherberatung gerne bei Vorträgen stellt.

Die meisten der Befragten können diese Frage nicht eindeutig beantworten. So einmal pro Woche. Spätestens jedoch, wenn der Spüllappen beginnt, komisch zu riechen, sind gängige Antworten.

Dann, so Häußler,  ist es höchste Zeit. Spüllappen sollten immer gut trocknen und alle ein bis zwei Tag ausgetauscht werden. Je häufiger man rohe Lebensmittel verarbeitet, desto öfter sollten sie ausgetauscht werden. Dies gilt auch für Spülschwämme. So kann man krankmachende Keime auf ein Minimum reduzieren.

Besonders anfällig für diese Keime sind Kleinkinder, kranke und alte Menschen. Diese Risikogruppen sollten keine rohen Eierspeisen verzehren, da sie Salmonellen enthalten können. Hier gilt auch für alle: Salmonellen sitzen vorwiegend auf der Schale. Deshalb sollten nur frische und unbeschädigte Eier verwendet werden. Die Speisen gehören schnell in den Kühlschrank und sollten direkt verzehrt werden.  

Für Feste sind Speisen mit rohen Eiern ungeeignet.

Erst Fleisch für das Geschnetzelte schneiden und dann ohne das Brett zu reinigen den Salat machen? Hier spricht man von Kreuzkontamination, so Häußler. Um eine Verunreinigung des Salates mit Keimen zu verhindern, sollte ein anderes Brett verwendet werden, mindestens jedoch das Brett und das Messer mit heißem Wasser und Spülmittel gereinigt werden.

Getrennte Arbeitsbereiche sind optimal, dann kann auch nicht zufällig ein ungereinigtes Messer zum Salat gelangen.

Natürlich enthält der Salat selbst auch Keime. Diese können aber gut durch waschen und Essig-Öl-Dressing entfernt werden.

Es lauern noch einige weitere Gefahrenquellen bei der Küchenhygiene: die eigene Körperhygiene, warme Temperaturen, Vorratsschädlinge, Auftauwasser und der Kühlschrank selbst.

Dabei sollte man aber nicht die Lust am Kochen verlieren, motiviert Bianka Häußler.

Wenn man einige Dinge beachtet, so wird das Kochen zum Genuss, und zwar ohne Reue. Ausführliche Tipps erhalten Sie in den Verbraucherberatungsstellen des DHB.