Klasse statt Masse

Pralinen ruhigen Gewissens essen und verschenken

Stiftung Warentest hat in der Dezemberausgabe die Testergebnisse des Pralinentests veröffentlicht.

Vorrangig wurde der Geschmack und die gesetzlichen Vorgaben der Kakaoverordnung über Inhaltsstoffe und Schadstoffbelastungen getestet. Jede zweite getestete Praline schnitt dabei gut ab.

Der Test bezog sich ausschließlich auf Marzipan- und Nougatpralinen, deshalb fehlen auch einige Anbieter im Test.

Leider war die Belastung mit Mineralölen aus der Verpackung nicht immer gut. Bei der Firma Bandy Brooks wurden deutlich erhöhte Werte gefunden. Dies war 2012 auch ein Problem ihrer Adventskalender.

Zwei wesentliche Gruppen von Mineralölen wurden auch diesmal gefunden. Sie können sich im Körper anreichern und stehen im Verdacht, Krebs zu erregen. Vorrangiges Problem ist die Verpackung aus Recyclingkarton. Dieser dünstet das Mineralöl aus, welches auf die Pralinen übergeht. Besser sind Kartonagen, die aus Frischfaser bestehen. Probleme mit Mineralölbelastungen kann es aber auf jeder Produktionsstufe geben. Deshalb ist weiter Aufmerksamkeit geboten.

Keime, Kadmium oder polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe waren kein Problem.

Bei der Firma Godiva wurde der Konservierungsstoff Sorbinsäure (E 200) gefunden, der zwar nicht verboten, bei einer Marzipanfüllungen jedoch unüblich ist. Diese Säure wird nur von einer kleinen Gruppe von Verbrauchern schlecht vertragen, doch es besteht ein Anrecht darauf, zu wissen, was enthalten ist. Diese Deklaration fehlte leider.

Empfohlen wurden die Marzipanpralinen  Marzipan Klassiker von Niederegger, Walnuss-Edelmarzipan-Pralinen von Arko und Edelmarzipan-Nüßchen von Walter. Gute Nougatpralinen gibt es von Argenta und Leysieffer. Beide Pralinensorten sind von der Firma Fassbender & Rausch, sowie von Aldi (Nord)/Moser Roth ein Genuss. Insgesamt wurden zehn Pralinen mit sehr gut getestet.