Superfood - wirklich super?

Viele Menschen befassen sich immer genauer mit ihrer Ernährung. Das ist auch gut so, meint Bianka Häußler, Ernährungsfachkraft in der Verbraucherberatung Korbach.

Dass eine ausgewogene Ernährung mit körperlichem Wohlbefinden im Zusammenhang steht, ist fast bei jedem angekommen. Deshalb findet auch der Markt mit teils exotischen Lebensmitteln Zuspruch.

Der Begriff „Superfood“ wurde erschaffen. Hinter ihm versteckt sich die Bezeichnung für Lebensmittel, die natürlich, als wenig verarbeitet sein sollen, und außerdem einen gesundheitlichen Vorteil haben sollen.

Namen sind z. B. Chiasamen, Gojibeeren, Matchatee und Cacao-Nibs. Im Internet wird mit reichlichen Inhaltsstoffen geworben, und natürlich mit Gesundheitsversprechen.

Auch heimisch findet man Superfood, wie z.B. die Aroniabeere oder die Kornelkirsche. Ihre Inhaltsstoffe wirken verlockend, und so werden sie gerne im alltäglichen Speiseplan aufgenommen.

Ökotest hat diese Lebensmittel nun bewertet und kommt zu dem Ergebnis, das sie teilweise mehr versprechen, als sie halten können. Zu berücksichtigen vor allem auch die hohe Schadstoffbelastung, die durch Trocknung und langen Transportweg mit begünstigt wird.

Oft gibt es heimische Produkte, die vergleichbare oder sogar bessere Inhaltsstoffe haben, wenn man die täglich empfohlene Verzehrmenge berücksichtigt. Generell sollten diese speziellen Lebensmittel nicht dazu dienen, eine einseitige Ernährung auszugleichen.

„Essen sollte Genuss bedeuten, was von einigen Superfoods nicht zu erwarten ist“, so Bianka Häußler.