Vitamine für Kopf, Körper und Seele

Vitamine gibt es in verschiedenen Formen: Kapseln, Pillen, Tropfen und natürlich auch einfach in Lebensmitteln. Und dies sind auch die besten.                                                                                                  Ordentliches Kauen und die Kombination verschiedener Vitamine und Mineralstoffe erhöhen die Aufnahmefähigkeit dieser Stoffe und können so ihre optimale Wirkung entfalten.

Vitamin A steht als Antioxidans zur Verfügung und fördert unter anderem unsere Gedächtnisleistung und erhöht die Immunabwehr. Es ist für das Sehen und die Haut essentiell. Die Einnahme in Pillenform hat jedoch gezeigt, dass diese Supplemente bei Rauchern zu einer erhöhten Krebsrate führten, so Bianka Häußler, med. Ernährungsberaterin der Verbraucherberatung in Korbach.

Vitamin A selbst kommt jedoch nur in tierischen Lebensmitteln wie Eigelb und Leber vor.

Die Vorstufe des Vitamin A, das Beta-Carotin ist aber in vielen Obst und Gemüsesorten enthalten, sodass auch Vegetarier und Veganer sich ausreichend über Nahrungsmittel versorgen können. Etwas hochwertiges Fett und kurz gegart, lässt es sich besser aufnehmen.

Vitamin C ist ebenfall wichtig für unsere Immunabwehr. Es wirkt wie das Vitamin A  antioxidativ und sorgt auch für festes Bindegewebe. Stress kann durch eine ausreichende Versorgung reduziert werden.

Bei Pillen ist eine Überdosierung kaum möglich, allerdings lässt sich das Geld sparen, da man die empfohlene Aufnahmemenge gut über 3 Portion Gemüse und 2 Portionen Obst am Tag gut abdecken kann, so Häußler.

Auch Vitamin E dient als Zellschutz, vor allem der Nervenzellen und der Haut. Es wird über Lebensmittel meist nur die Hälfte aufgenommen. Da Studien aber zeigten, das Vitamin E in Pillenform keine oder nur negative Auswirkungen hatte, wird auch hier die Aufnahme über Lebensmittel empfohlen.

„Greifen Sie also zu pflanzlichen Fetten, Nüssen und Saaten, Butter und Ei."

Als Knochenvitamin steht das Vitamin D. Es sorgt dafür, dass das Kalzium gut in den Knochen eingebaut werden kann. Ob es auch positiv den Zuckerstoffwechsel, den Bluthochdruck und das Absterben von Zellen beeinflusst, wird aktuell noch erforscht. Vitamin D kann mit Hilfe des Sonnenlichtes in der Haut gebildet werden, gute Quellen in Nahrungsmitteln sind fetter Fisch, Eigelb, Hartkäse und Champignons.

Bei verschiedenen Erkrankungen oder auch im Winter wird eine Einnahme über Tabletten oft in Kombination mit Calcium empfohlen. Dies sollte jedoch vom Arzt entschieden werden.

Wer eine Schwangerschaft plant, muss sich mit dem Wachstumsvitamin Folsäure gut versorgen. Es spielt eine wichtige Rolle bei der Zellteilung.

Der größte Teil der Bevölkerung ist unzureichend mit diesem Vitamin versorgt.

Leber und Eigelb liefern sehr viel Folsäure. Aber auch frische Rohkostsalate, Sprossen, Obst, Nüsse und Vollkornprodukte liefern einiges.

Beim Babywunsch ist Folsäure aber auch als Nahrungsergänzungsmittel wichtig.

Haut, Haare und Nägel brauchen zum optimalen Wachstum und zur Regeneration das Vitamin Biotin. Auch gegen Erschöpfungszustände sollte man sich ausreichend damit versorgen. In der Ernährung ist es fast überall enthalten. Nur die Kombination mit rohem Eiweiß sollte vermieden werden, da es das Biotin zerstören kann.

Leidet man unter brüchigen Nägel, so kann auch eine 4-wöchige Kur mit hochdosiertem Biotin Sinn machen, da eine Überdosierung nicht zu befürchten ist.

Weitere Vitamine und Mineralstoffe haben ebenso vielfältige und wichtige Aufgaben im Körper.