Von insgesamt 16 Wespenarten in Deutschland, gibt es nur 2 Arten, die den Menschen lästig werden: Die „Gewöhnliche Wespe“ und die „Deutsche Wespe“.

Um zu verstehen, warum diese Wespen, sich so gerne über unseren gedeckten Sommertisch hermachen, zunächst folgende Erklärung:

Für die Aufzucht ihrer Brut zwischen Juni und August brauchen die Wespen eiweißreiche Nahrung – ein Grund weswegen sie sich gerne auf unser Grillfleisch stürzen. Hierfür jagen sie aber auch Insekten und sind dadurch wichtige Schädlingsregulierer in unserem Ökosystem.

Sind die Wespen dann erwachsen, so ab August, benötigen sie für sich selbst „Treibstoff“, also Kohlenhydrate. Die Wespen sind dann vor allem auf süße und energiereiche Nahrung aus, welche sie bevorzugt von Blüten und von süßen Früchten naschen – und eben auch von unserem mit Kuchen, Eis und Limo gedeckten Terrassen- oder Balkontisch!

Weil wir Menschen selbst für Wespen aber uninteressant sind und sie auch keinen Streit mit uns suchen, im Folgenden einige Tipps und Vorsichtsmaßnahmen für eine gedeihliches Miteinander:

Etwas Kaffeepulver in eine feuerfeste Schale, beispielsweise einen Aschenbecher, geben und anzünden. Das Pulver schwelt eine zeitlang vor sich hin. Der dabei entstehende Rauch hält zumindest die meisten Wespen fern und riecht noch nicht einmal unangenehm.
Strenge Düfte, wie z.B. Zitronenscheiben mit Gewürznelken bestückt, Nelkenöl oder ein Topf Basilikum  auf dem Tisch halten die Wespen fern.

Heftige Bewegungen und Wegpusten der Tiere vermeiden – Wespen stechen, wenn sie sich bedroht fühlen.
Nahrungsmittel im Freien abdecken, Reste wegräumen, Kindern nach dem Essen den Mund abwischen.
Nie direkt aus der Flasche trinken. Am besten Getränke mit dem Strohhalmtrinken.
Eine Ablenkfütterung in 5-10 m Entfernung aufbauen.

Im Sommer nicht ohne Schuhe über blühende Wiesen laufen. Fallobst aufsammeln.
Süße Gerüche von Parfums, Cremes und ähnlichen Düften ziehen die Wespen an.