Ostereier preiswert und natürlich gefärbt

 Herkömmliche Eierfarben sind oft künstlichen Ursprungs und können bei besonders empfindlichen Menschen unangenehme Reaktionen hervorrufen. Eine Alternative bieten Lebensmittel bzw. deren Abfallprodukte. Für einen gelbbraunen Farbton lohnt sich ab sofort das Sammeln von Zwiebelschalen. Diese Methode ist leicht umzusetzen und zudem sehr preiswert. Etwa ein halbes Kilogramm wird für ca. drei Viertel Liter Wasser benötigt  und solange gekocht, bis ein brauner Sud entsteht. Der erzielte Farbton ist abhängig von Menge, Anteil der braunen und roten Schalen, einschließlich der dünnen Häute. Nach dem Durchsieben kann mit dem Färbevorgang der Eier begonnen werden.

Die Schalen von Roter Bete färben die Eier rot. Der Saft eingekochter Früchte färbt rosa. Karottenschalen geben eine zusätzliche Nuance. Für einen Grünton eignen sich Brennnesselblätter, Petersilie und Spinat samt Stielen. Heidelbeersaft und Rotkohl färben violett bis dunkelblau. Um ein Färbebad aus Pflanzenteilen oder Gemüse herzustellen dauert es ungefähr 30 – 40 Minuten. Die gekochten Eier werden bis zur gewünschten Farbtiefe, etwa 30 Minuten,  in die kalte Farbbrühe gelegt und ab und zu gedreht. Die Farbintensität hängt immer von der Menge der eingesetzten Zutaten ab. Lindgrün werden die Eier, wenn sie in Matetee gekocht werden und hellgelb in Kamillentee. Getrocknete Kamillenblüten intensivieren das Gelb. Malventee färbt rötlich.

Bei wenig Aufwand und Geschmier gelingt auf diese Weise das Färben auch gemeinsam mit Kindern. Mit Wattestäbchen, die in Zitronensaftkonzentrat eingetaucht werden, können sie vor dem Färben Motive auf die Eier malen. An diesen Stellen nimmt die Eierschale keine Farbe an. Wie von Zauberhand erscheinen anschließend die Motive.

Besondere Kunstwerke erzielt, wer Bänder, kleine Blätter oder Blüten um die Eier legt und das Ganze in einem dünnen Stofftuch einpackt und befestigt.  Ausgediente Feinstrumpfhosen eignen sich hierzu besonders gut.

Glänzende Eier erreicht man durch das Einreiben der noch warmen Eier mit einer Speckschwarte oder wenig Speiseöl.

Während industriell gefärbte Eier bis drei Monate bei Zimmertemperatur gelagert werden können, gehören selbst gefärbte in den Kühlschrank. Wer auf das Abschrecken verzichtet verlängert die Haltbarkeit. Aber spätestens nach fünf Wochen sollten auch sie verzehrt sein.

Egal ob gekauft oder selber hergestellt, die Schale muss unversehrt bleiben. Selbst das Einpicksen verkürzt die Haltbarkeit. Damit die Eier nicht platzen, sollten sie in kaltes Wasser gelegt, bei mittlerer Hitze zum Kochen gebracht und mit reduzierter Hitze acht bis zehn Minuten weitergekocht werden. Tipp: Sind die Eier schon ein paar Tage alt, hat sich die innere Luftkammer vergrößert und die Schale reißt nicht mehr so schnell.