Fallen an Geldautomaten

Die meisten Deutschen zahlen am liebsten mit Bargeld. Im Ausland kann das allerdings teuer werden. Die Verbraucherberatung im DHB informiert über Fallen an Geldautomaten.

Dank ausreichender Geldautomaten in den meisten Urlaubsländern kann auf die Mitnahme der nötigen Finanzen meist verzichtet werden. Mit der entsprechenden Bank- oder Kreditkarte ist das Abheben so einfach wie zu Hause und selbst die Suche nach einer Wechselstube entfällt. Bei sicherer Aufbewahrung der Karte haben Diebe zudem keinen Zugriff auf die Urlaubskasse.

Doch vor allem in nicht Euro-Ländern lauern teure Fallen beim Geldabheben. Häufig werde die Variante angeboten, die gewünschte Barabhebung in Euro anzuzeigen und so in Rechnung zu stellen. Für Umrechnungsmüde erscheine dies als willkommene Lösung. Wer meine, damit einen  besseren Überblick über die Ausgaben zu erhalten und die bequeme Variante wähle, erhalte oft einen  schlechteren Wechselkurs oder zahle unter Umständen zusätzliche Gebühren. Kennen Urlauber den amtlichen Wechselkurs nicht, vertrauen sie den Automatenbetreibern und glauben an günstige Konditionen.  Wie die Stiftung Warentest in der Juni Ausgabe ihrer Zeitschrift "Finanztest" veröffentlichte, können z.B. in Polen  9,6 % Verlust entstehen.

Besser sei es, das Geld in der jeweiligen Landeswährung anzugeben. Die eigene Kartenbank rechne im Nachhinein in Euro um und lege häufig einen besseren Wechselkurs zugrunde. Die Verlockung auf dem Automat, dass keine Gebühren entstehen werde unter Umständen teuer bezahlt.

Unabhängig davon werden bei Barabhebungen an fremden Automaten fast immer Gebühren fällig. Die DHB-Verbraucherberatung empfiehlt, zur Vermeidung böser Überraschungen, diese vor Urlaubsantritt bei der Hausbank zu erfragen, bzw. auf die Angabe auf dem Automat zu achten. Günstiger könne eine Barabhebung mit der Kreditkarte sein. Die Konditionen sollten allerdings genau gelesen und auf das Nutzerverhalten abgestimmt sein. Schnell könnte ansonsten der Überblick verloren gehen und ein Minus im Geldbeutel entstehen, so der DHB.