Keime in Lebensmitteln

Mangelnde Hygiene führt in der Regel zu einer Besiedelung von Lebensmitteln mit Keimen, wie im Falle der mit Listerien verseuchten Wurst aus Dänemark. Mit bloßen Augen ist nicht erkennbar, ob Lebensmittel befallen sind.

Wie können Verbraucher sich vor einer Infektion schützen?

In der Küche:

Um sich nicht zu infizieren, ist eine gute Hygiene in der Küche wichtig. Dazu gehört:

  • Vor und nach dem Hantieren mit rohen Lebensmitteln die Hände gründlich mit Wasser und Seife waschen. Nicht auf  Lebensmittel niesen oder husten.

  • Getrennte Küchenutensilien für rohe und gegarte Lebensmittel benutzen. Sonst besteht die Gefahr, dass die Erreger von einer Speise auf die andere übertragen werden.

  • In der Küche vorzugsweise Schneidebretter benutzen, die eine glatte Oberfläche haben, so dass sich in Rillen und an rauhen Stellen keine Keime absetzen und vermehren können. Die größte Gefahr aus hygienischer Sicht sind die Spuren, die die Messer mit der Zeit sowohl im Kunststoff- als auch im Holzschneidebrett hinterlassen.  Deshalb beim Kauf eines Holzbretts auf besonders hartes Holz achten – zum Beispiel  Bambus oder Olivenholz.

  • Den Kühlschrank mindestens einmal im Monat gründlich auswaschen.

  • Gargut gleichmäßig und vollständig auf 70 bis 100 Grad durcherhitzen.  Die meisten Erreger in Lebensmitteln lassen sich abtöten, wenn im Inneren der Speisen zwei Minuten lang eine Temperatur von mindestens 70 Grad erreicht wird.

  • Gemüse und Obst vor dem Verzehr sorgfältig waschen.

  • Auf rohes Fleisch (Carpaccio) und Hackfleisch wie Mett, Tartar und verzichten.

  • Pasteurisierte Milch und daraus hergestellte Käsesorten bevorzugen  und Rohmilchprodukte meiden.

Bei Einkauf und Lagerung:

Bei langer Lagerung und unter Luftabschluss können sich Keime gut vermehren:

  • Auf das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) achten und vakuum­verpackte Wurst und Käse sowie portionierten Salat möglichst vor Ablauf des MHD verzehren.