Sicheres und gesundes Grillen

Im Sommer sind gesellige Grillmahlzeiten sehr beliebt. Die traurigen Nebenwirkungen aber sind circa 4000 Grillunfälle pro Jahr, wie die Deutsche Gesellschaft für Verbrennungsmedizin meldet. Meistens ist dabei die unsachgemäße Nutzung von Brandbeschleunigern die Hauptursache. Feste Anzünder, die in die aufgeschichtete Holzkohle mit eingebaut werden, sind die sicherste Variante des Anfeuerns.

Wichtige Grundlage für sicheres Grillen ist zunächst ein gutes und standfestes Gerät. Ob Holzkohle-, Elektro- oder Gasgrill ist eher Geschmackssache. Der Vorteil von Gas- und Elektrogeräten ist: schnelles Anheizen, keine Entsorgung von (heißer) Asche. Doch manchem fehlt hier das „Lagerfeuerfeeling“. Beim Kauf von Gerät, Grillkohle und Anzünder sollte auf die Hinweise DIN-geprüft oder das GS-Symbol für „geprüfte Sicherheit“ geachtet werden.

Der Grill sollte auf einer ebenen Fläche und windgeschützt aufgestellt werden. Für spielende Kinder muss ein Sicherheitsabstand von zwei bis drei Metern gelten. Grundsätzlich ist es erlaubt, im Garten oder auf Terrasse und Balkon zu grillen. Dies erfordert aber eine gewisse Toleranz der Nachbarn. Im Streitfall urteilen Gerichte über Häufigkeit und Umstände der Grillparty recht unterschiedlich. In freier Natur ist das Grillen nur auf öffentlichen Grillplätzen erlaubt.

Wenn Fett in die Glut tropft, verbrennt es und es entstehen krebserregende Stoffe, die sich mit dem Rauch auf dem Grillgut festsetzen. Deshalb sollten ölhaltige Marinaden vorher gut abgetupft werden. Je schwärzer das Fleisch wird, desto ungesünder ist es. Geräucherte oder gepökelte Ware sollte nicht gegrillt werden, denn es könnten krebserregende Nitrosamine entstehen. Das Fleisch sollte aus hygienischen Gründen nicht längere Zeit draußen in der Hitze stehen. Das gilt auch für Salate, wenn sie mayonnaisehaltige Saucen enthalten. Für rohes und gegartes Fleisch sollten separate Teller benutzt werden, um keine Keime zu übertragen.