Vertrag am Telefon?

Untergeschobene Verträge durch ein Telefonat sind immer noch ein echtes Ärgernis - zumal diese Anrufe in den meisten Fällen ohne Einverständnis der Betroffenen erfolgen, also unerlaubt sind. Häufig geht es dabei um Lotterie- oder Gewinnspiele. Inzwischen haben die Firmen ihre Gesprächstaktik dabei geändert. Sie begründen den Anruf mit der Behauptung, es bestehe bereits ein kostenloser Teilnahmevertrag, der aber künftig entgeltpflichtig werde. Eine Kündigung sei jetzt möglich, jedoch müssten die Daten abgeglichen werden.

Wer aus Furcht vor einer unerlaubten Bankabbuchung oder weil bereits ein ungewollter Vertrag besteht, Adresse und Bankdaten bekannt gibt, tappt in der Regel schnell in eine Kostenfalle. Schon kurz darauf flattert anstelle einer Kündigungsbestätigung die Annahme eines (weiteren) Vertragsabschlusses ins Haus.

Dieser sollte unbedingt innerhalb 14 Tagen schriftlich widerrufen werden. Da bei Preisgabe der Kontonummer der geforderte Betrag meist auch sehr schnell abgebucht wird, müssen die Kontoauszüge genau kontrolliert werden. Einer unberechtigten Abbuchung sollte widersprochen und sie vom Kreditinstitut rückgängig gemacht werden.

Aber sogar ohne vorherige Telefonate erfolgen Auftragsbestätigungen für Gewinnspiele oder Abbuchungen - der illegale Datenhandel macht´s möglich!

Unterstützung bei der Abwehr von untergeschobenen Verträgen bieten u. a. die Verbraucherberatungen im DHB – Netzwerk Haushalt.

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