Der Apfel ist schon seit Jahren das Lieblingsobst der Deutschen und bietet dank seiner Sortenvielfalt doch immer wieder Abwechslung! Nach der Ernte kann man die lagerfähigen Sorten bis weit in das Frühjahr hinein genießen.

Die Ernte der frühen Sorten wie Klarapfel oder James Grieve hat bereits im Juli begonnen.

17 Kilogramm Äpfel im Schnitt lässt sich jeder Deutsche pro Jahr schmecken. Darum hatte die Stiftung Warentest in der Ausgabe des test-Heftes 9/2011 eine ausführliche Apfelkunde veröffentlicht.

Die wichtigsten Tipps daraus:

  • Kaufen Sie auf regionalen Wochen- und Bauernmärkten! Hier haben Sie eine größere Auswahl als im Supermarkt und können auch köstliche, seltenere und alte Apfelsorten wie Berlepsch, Gravensteiner oder Ontarioapfel probieren.

  • Äpfel am besten ungeschält essen. Warm abwaschen und gründlich abreiben ist völlig ausreichend. Denn besonders in den Randschichten befinden sich wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe und Vitamine, die unter anderem einen positiven Einfluss auf den Blutdruck haben sollen.

  • Lieber Apfel essen als Saft trinken! Frische, ungeschälte Äpfel sind dem Apfelsaft nicht nur in puncto Polyphenolgehalt überlegen, sie enthalten auch wesentlich weniger Zucker und Kalorien und sorgen für ein längeres Sättigungsgefühl dank des hohen Ballaststoffgehaltes.

  • Äpfel abseits von anderen Obst- und Gemüsesorten lagern! Denn Äpfel produzieren das Reifegas Ethylen, welches den Reifeprozess von Früchten beschleunigt und somit Obst und Gemüse auch schneller schlecht werden lässt.

  • Viele Apfelsorten, die sich lange lagern lassen, entwickeln erst nach einer gewissen Zeit ihr volles Aroma. Optimal sind dunkle, frostfreie, aber sehr kühle Räume (4-6°) mit hoher Luftfeuchtigkeit (90 - 95%).

  • Eine gute Nachricht! Äpfel sind nur sehr gering mit Pestiziden belastet. Verglichen mit dem Apfeltest aus dem Jahr 2006 schneiden die Äpfel in Sachen Pestizidbelastung im Untersuchungsjahr 2013 etwas besser ab. Während die Bio-Ware komplett sauber ist, deuten die Pestizidrückstände bei den meisten konventionellen Äpfeln darauf hin, dass die Obstbäume durchaus gespritzt wurden Oft auch mit verschiedenen Mitteln(s. ÖKO-TEST Jahrbuch für 2013)

  • Für Allergiker: Probieren Sie alte Sorten, diese sind oft verträglicher. Auch erhitzte Apfelprodukte wie Kuchen, Kompott oder Chutney werden von den meisten Allergikern vertragen, da die allergenen Eiweißstoffe durch Hitze zerstört werden. Aufpassen sollten vor allem Birken-, Erlen- und Haselpollenallergiker. Machen Sie den Test: Legen Sie ein Apfelstück auf die Lippe. Kribbelt es, sofort abbrechen. Im Zweifelsfall fragen Sie Ihren Arzt.