„Eine spürbare Stärkung des Verbraucherschutzes“

 Ministerin Priska Hinz eröffnet neue DHB-Beratungsstelle in Herborn

„Die Anforderungen an Verbraucherinnen und Verbraucher sind stark gestiegen. Die Auswahlmöglichkeiten werden mit dem wachsenden Angebot an Produkten und Dienstleistungen zunehmend undurchschaubarer. In Abstimmung mit dem neuen Verbraucherschutz-Konzept der Landesregierung passt sich auch die Verbraucherberatung in Hessen dieser Entwicklung an“, so Verbraucherschutzministerin Priska Hinz bei der Eröffnung des Beratungsangebots in Herborn. Ein Schwerpunkt dieses neuen Konzepts ist die Ausweitung der Angebote, damit sich die Bürgerinnen und Bürger möglichst ortsnahe beraten lassen können. „Mit der neuen Beratungsstelle in Herborn wird das Netz der Beratungsstellen im nördlichen Lahn-Dill Kreis deutlich engmaschiger“, so Ministerin Hinz weiter.

Ab sofort können sich Ratsuchende in Herborn an die Expertinnen der DHB-Verbraucherberatung wenden. Möglich macht dies das neue hessische Verbraucherkonzept, mit dem Ministerin Priska Hinz die Beratungsangebote attraktiver und zugänglicher machen will. Dafür hat das Land die Fördermittel in diesem Jahr deutlich erhöht. Die Ministerin stellte das neue Angebot am Mittwoch zusammen mit Bürgermeister Hans Benner und der DHB-Landesvorsitzenden Anne Mitschulat (Korbach) vor. Das neue Angebot in Herborn ergänzt die bestehenden DHB-Beratungsstellen in Dillenburg, Wetzlar und Marburg sowie die Beratungsstelle der Verbraucherzentrale in Gießen.

 

Die Stärkung des Verbraucherschutzes ist ein wesentliches Ziel der hessischen Verbraucherschutzministerin Hinz. „Dies schaffen wir, einerseits durch mehr Verbraucherberatung an mehr Orten, zu mehr Zeiten und andererseits durch eine Modernisierung der Beratungsangebote. Außerdem haben wir den hessischen Verbraucherschutzzentralen mehr Geld gegeben, um wieder in eine qualitative Rechtsberatung einzusteigen“, sagte Hinz. In der Verbraucherberatung geht es nicht selten um Entscheidungen, die auch die private Daseinsvorsorge betreffen. Ziel der Verbraucherpolitik ist es, Verbraucherinnen und Verbraucher zu gut informierten Marktteilnehmern zu machen. Die Beratung ist dabei ein wichtiges Instrument.

 

Bürgermeister Hans Benner begrüßte das neue Angebot. „Eine starke Einkaufsstadt wie Herborn braucht starke Verbraucherinnen und Verbraucher. Die neue Beratungsstelle hilft allen, die Rat und Hilfe brauchen. Das ist gut für den dynamischen Wirtschaftsstandort und für die Bürgerinnen und Bürger in Herborn. Deshalb hat der Magistrat dieses Anliegen von Anfang an tatkräftig unterstützt.“ Der Bürgermeister rief die Verbraucherinnen und Verbraucher dazu auf, das neue Angebot zu nutzen. Zunächst finden die Beratungen einmal wöchentlich, immer donnerstags von 14 bis 17 Uhr, in den Räumen der Stadtbücherei statt. Das neue Beratungsangebot erhöht die Attraktivität. Bürger aus dem Umland haben dadurch einen Grund mehr für einen Besuch in der Stadt.

Für die DHB-Vorsitzende Anne Mitschulat ist die Hessentagsstadt 2016 ein hervorragender Standort, schon aufgrund des starken Einzelhandels und der Konzentration der Verkaufsfläche in der Innenstadt. „Für uns war von Anfang an klar, dass wir unser Angebot nach Herborn ausweiten wollen. Und zwar mitten rein, wo die Leute sind.“, sagte sie. Die Beratungsfelder sind weit: von Abzocke bis Umtausch und Widerrufsrecht, von gesunder Ernährung bis Textilpflege und Zusatzstoffen in Lebensmitteln. Sie umfassen sowohl den rechtlichen, wirtschaftlichen als auch den gesundheitlichen Verbraucherschutz, sagte Mitschulat.

Hintergrund: Verbraucherschutzkonzept des Landes

Im Zuge des von Ministerin Hinz Anfang des Jahres vorgestellten neuen Verbraucherschutzkonzepts steigen die Fördermittel des Landes für die beiden hessischen Verbraucherverbände um etwa ein Drittel auf rund 2,2 Millionen Euro. Das Konzept trägt den Titel „Verbraucherberatung in Hessen: flexibel, modern und zuverlässig“. Die Verbraucherzentrale Hessen e.V. soll damit den kollektiven Verbraucherschutz durch den Aufbau einer Rechtsabteilung stärken. Ferner soll noch in diesem Jahr eine Verbraucherberatung per E-Mail eingeführt werden. Der kleinere Verband DHB – Netzwerk Haushalt investiert in zusätzliche Beratungsstützpunkte in Herborn, Gelnhausen, Alsfeld, Frankenberg, Stadtallendorf und Wetzlar-Niedergirmes.