Mikroplastik in Kosmetika …. und im Meer

Empfehlungen der DHB-Verbraucherberatung

 

Plastik im Meer, große Müllstrudel bestehend aus Plastikteilen aller Größen und weit verteiltes Mikroplastik – das ist die beunruhigende Situation in unseren Ozeanen.

Große Plastikteile werden durch Wellenbewegungen und UV-Licht mit der Zeit immer mehr zerkleinert, bis sie zu Mikroplastik werden. Außerdem gelangen diese winzigen Plastikpartikel auch beim Waschen kunstfaserhaltiger Textilien, als Abrieb von Autoreifen und als Zusatzstoff von Kosmetika ins Abwasser und schließlich auch ins Meer. Die Kläranlagen können Mikroplastik nicht herausfiltern. Plastikpartikel ziehen Schadstoffe aus ihrer Umgebung wie „magnetisch“ an. Dieses derart belastete Plastik wird von Fischen, Muscheln, Würmern und Seevögeln gefressen und landet schließlich mit manch vermeintlichem Leckerbissen aus dem Meer auf unseren Tellern. Auch im Meersalz ist Mikroplastik nachweisbar.

Noch immer ist bei uns der Einsatz von Mikroplastik in Kosmetika erlaubt. „Es befindet sich in Peelings als Schleifmittel, in Shampoos für einen zarten Plastikfilm ums Haar oder in Cremes für das geschmeidige Gefühl“, erklärt Sabine Hentschel von der Verbraucherberatung im DHB – Netzwerk Haushalt. „Wer diese Zutaten meiden möchte, findet mit der „Zutatenliste“ und den vielen fremd klingenden Namen oft keine allzu große Hilfe.“ Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) bietet auf seiner Homepage einen Einkaufsratgeber, der die Kosmetikartikel aufführt, die Mikroplastik enthalten und somit besser gemieden werden sollten. Auch mit kostenlosen Smartphone-Apps wie beathemicrobead, codecheck oder ToxFox kann man nach plastikfreien Kosmetika suchen.