Corona und die Auswirkungen auf Reise und Veranstaltungen

DHB-Verbraucherberatung berät über Folgen von Stornierungen

Sie freuen sich auf Ihre Reise nach Italien? Sie haben eine Rundreise durch China gebucht? Sie haben Karten für eine Großveranstaltung oder eine Schulung im Blick? Das Coronavirus breitet sich aus und Sie überlegen diese zu stornieren?

Zahlreiche Flüge in betroffene Länder wurden von den Fluggesellschaften bereits gestrichen. Einige Reiseveranstalter haben Reisen nach China von sich aus abgesagt. In diesem Fall erhält jeder, der davon betroffen ist seinen Reisepreis zurück. Die gilt jedoch nicht, wenn Sie selbst sich aus Angst vor Ansteckung für den Rücktritt einer Reise entscheiden. Hier müssen Sie die Kosten tragen. Etwas anderes gilt nur, bei einer offiziellen Reisewarnung. Die meisten Airlines wie auch Reiseanbieter für Pauschalreisen räumen ihren Kunden jedoch ein Umbuchungs- oder Kündigungsrecht ein. Hier sollte der Verbraucher sich bei der betreffenden Airline oder dem Reiseveranstalter erkundigen. Bei Kreuzfahrten ist das gesagte ebenso anzuwenden. Das Risiko ist jedoch aufgrund der Gegebenheiten ungleich höher und eine Risikoabwägung sollte dies berücksichtigen.

Entsprechendes gilt auch für abgesagte Großveranstaltungen und Schulungen. Wenn der Veranstalter von sich aus absagt, muss er die Kosten erstatten. Für den Fall, dass die Veranstaltung stattfindet, ist es eine individuelle Entscheidung, ob man das Risiko einer Ansteckung in Kauf nimmt oder auf die Erstattung der Kosten verzichtet. In jedem Fall sollte man vorab mit dem Veranstalter klären, ob er sich auf die Möglichkeit einer Umbuchung oder Stornierung einlässt.